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Springer auf ProSieben - Schach!

Wie diese Woche bekannt wurde, plant der Axel Springer Verlag den Zuerwerb von ProSiebenSat1 -  Aktien auf 62,5 Prozent. Damit würde ein neuer Crossmedialer Riese entstehen, dessen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung schon jetzt Unbehagen beim Deutschen Journalistenverband verbreitet. Noch aber ist nicht das letzte Wort gesprochen, denn nachdem sich die Wirtschaftsteilnehmer geeinigt haben, steht noch eine juristische Prüfung der Affaire aus.
 
Diese findet in zweierlei Hinsicht statt:

Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) muss prüfen, ob durch die Fusion die gesetzlichen Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages zur Sicherung der Meinungsvielfalt eingehalten werden.

Zudem ist durch das Bundeskartellamt (soweit nicht die Zuständigkeit der Europäischen Kommission eröffnet ist) auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu prüfen, inwieweit der neue Konzern eine den Wettbewerb beeinträchtigende marktbeherrschende Stellung inne hätte.

Auf den weiteren Verlauf der Übernahme darf man gespannt sein.
Ihr advo24-Team wird sie über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.


Stichwörter: Axel,Springer,Fusion,Prosieben, Stand: 05. August 2005