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Serienabmahnung, was nun?

Bei rechtswidrigen Serienabmahnungen reibt sich manch Anwalt die Hände, und zwar nicht nur derjenige, der für die Abmahnwelle verantwortlich ist. Auch mit der Vertretung Abgemahnter lässt sich gutes Geld verdienen. Häufig stellt sich schnell heraus, ob eine empfangene Abmahnung Gegenstand einer breit angelegten rechtswidrigen Aktion zur Geldbeschaffung ist (so bei der jüngsten, rechtlich völlig unsinnigen und ausgerechnet auf ein Patent gestützten Kfz-Kennzeichen-Abmahnwelle). Zahlreiche Internetseiten geben darüber Auskunft (siehe z.B. www.abmahnwelle.de). Steht danach fest, dass der Abmahnende keine eigenen legitimen Interessen verfolgt und mit Tausenden offenkundig unbegründeten Abmahnungen lediglich Geld verdienen will, sollten Sie keine weiteren Kosten durch die Beauftragung eines Rechtsanwalts produzieren. Setzen Sie selbst ein Schreiben auf und drohen Sie darin mit rechtlichen Schritten oder reagieren Sie überhaupt nicht; die Serienabmahner haben es auf die abgesehen, welche ohne große Gegenwehr zahlen. Viel Geld besitzen sie meistens nicht oder nicht mehr, so dass Ihnen niemand Ihre Anwaltskosten ersetzt. In Zweifelsfällen sollten Sie aber in jedem Fall einen Anwalt zu Rate ziehen. Wichtig!: Vereinbaren Sie ein Pauschalhonorar, denn die Beratungskosten können sich wegen der hohen Streitwerte schnell auf mehrere hundert Euro belaufen.


Stichwörter: 0, Stand: 31. Oktober 2003